»Das Marmorbild« Experimentelle Buchgestaltung mit Schwerpunkt Typografie und Illustration

»Das Marmorbild« Experimentelle Buchgestaltung mit Schwerpunkt Typografie und Illustration

Diese Arbeit widmet sich der spätromantischen Novelle »Das Marmorbild« von Freiherr Josef von Eichendorff. Ziel war es, der Lektüre Begleitinformationen in Form von Erläuterungen zur romantischen Lyrik hinzuzufügen, ohne von dem Haupttext abzulenken. Desweiteren sollte die Form an die inhaltlichen Aspekte von Schein und Trug anlehnen.
Eine Art der japanischen Bindung ermöglicht ein doppeltes Lesen der Einzelblätter. Die jeweils außen liegenden Seiten tragen den Haupttext. In diesem sind durch typografische Hervorhebungen Phrasen markiert, die hinsichtlich der romantischen Symbolik erläutert werden können. Dies geschieht durch Herausklappen der jeweils gegenüberliegenden Seite. Man taucht nun in das Innere der Seiten ein, welche die Erläuterungen der betreffenden Phrasen zeigen und Bezug zueinander nehmen. Die Illustrationen beziehen sich auf den konkreten Inhalt der Novelle: Die Venus als Sinnbild für die Verführung des wahren Glaubens. Die Interpretation durch eine Venusfliegenfalle spielt ebenfalls mit Schein und Trug, mit einer Welt innerhalb und außerhalb der Realität.

Jahr: 2005
Kunde:
Studienarbeit
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